Am heutigen Mittwoch wurden wir um 10:58 Uhr zu einem B2 Silobrand beim Gsellmann Silo alarmiert.
Binnen kürzester Zeit rückten wir mit dem KDO, RLFA und GTLFA sowie mit 13 Einsatzkräften, darunter sieben Atemschutzträgern, zum Einsatzort aus.
Während der Lageerkundung stellte unser Einsatzleiter Zugskommandant OBI Hans Peter Samwald fest, dass es sich nicht um einen Brand im Silo, sondern um eine starke Rauchentwicklung aus dem Heizraum eines stillgelegten Wohnhauses handelte. Nach Rücksprache mit dem Personal vor Ort stellte sich heraus, dass sich bei den Arbeiten zur Demontage eines seit Jahren nicht mehr in Betrieb befindlichen Heizöltanks die darin befindliche Schlacke entzündet haben dürfte. Aufgrund des zu Beginn noch unbekannten Schadensausmaßes wurden abschnittsübergreifende Nachbarwehren mit dem Einsatzstichwort „ATS-Träger werden benötigt” nachalarmiert.
Da sich der Brand tatsächlich auf diese eine Räumlichkeit im Kellergeschoss begrenzt hatte, wurde dieser unter schwerem Atemschutz mit Löschschaum bekämpft, um die Ausbreitungsgefahr einzudämmen. Im Laufe des Einsatzes wurden insgesamt fünf ATS-Trupps eingesetzt, um effiziente Löscharbeiten sowie Be- und Entlüftungsmaßnahmen durchzuführen. Gegen 12:30 Uhr konnte schließlich „Brand aus!” gemeldet und mit der mühevollen Nachbereitung begonnen werden.
Zwei Arbeiter, die sich während der Brandentstehung im betroffenen Raum befanden, wurden mit Verletzungen unbestimmten Grades zur Kontrolle in das Krankenhaus gebracht.
Ein großer Dank gilt der Polizei, dem Rettungsdienst und unseren Kameraden der Feuerwehr Bruckneudorf, Feuerwehr Jois, Feuerwehr Neudorf und Freiwillige Feuerwehr Neusiedl am See und unserem Bezirksfeuerwehrkommandanten OBR Anton Kandelsdorfer für deren Unterstützung. Insgesamt waren elf Fahrzeuge und 40 Einsatzkräfte der Feuerwehren, drei Fahrzeuge und sechs Einsatzkräfte des Rettungsdienstes sowie sechs Einsatzkräfte der Polizei im Einsatz.
Noch während wir die Abmarschbereitschaft dieses Einsatzes herstellten, wurden wir per Funk zu einer Fahrzeugbergung ins PADO 2 gerufen. Hier bargen wir mittels Kran einen PKW aus dem Entwässerungsgraben. Nach insgesamt über vier Stunden konnten wir unsere Einsatzbereitschaft herstellen.